Warum wurde die “Feodora” verkauft ?

Im Oktober 2010 haben wir gezwungenermaßen den Fährverkehr zwischen Langballigau und Sonderburg nach vier Jahren mühevoller Aufbauarbeit einstellen müssen. Aus wirtschaftlichen Gründen, es wären sicherheitsrelevante Nachrüstungen der “Feodora” in Höhe von ca. 50.000,-- Euro erforderlich gewesen, gab es keine andere Alternative. Immer wieder gab es neue, z.T. überzogene Sicherheitsforderungen der deutschen und dänischen Seefahrtsbehörden, die nicht mehr zu erwirtschaften waren.

Um ein Ende der Fahrten zu vermeiden, hatten wir im Februar 2010 in einer öffentlichen Sitzung des Touristikausschusses der Gemeinde Langballig den von Willibald Bauer geführten Ausschuß um einen Arbeitskreis gebeten, um rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen, hier vor allen Dingen monetär gegenzusteuern. Leider müssen wir aus heutiger Sicht feststellen, dass die von Bgm. Peter-Dietrich Henningsen (CDU) geführte Gemeinde weder den Arbeitskreis mit uns gebildet hat, noch sonstige erfolgversprechende Unterstützung seitens der EU, des Bundes und des Landes oder des Kreises Flensburg-Schleswig angeblich möglich waren.

Im Jahre 2011 gab es deshalb keine Fahrten mehr zwischen Langballigau und Sonderburg, die “Feodora” wurde zwischen Maasholm, Damp und Laboe ersatzweise eingesetzt. Sie war bis Ende der Saison 2011 das letzte seegehende Ausflugsschiff zwischen Flensburg und Lübeck, das nach dem Ende der Butterfahrten 1999 noch ganzjährig privatwirtschaftlich betrieben wurde.

Besonders im Sommer 2011 wurde unser Schiff in Langballigau vermisst, zahlreiche Anrufe im Reedereibüro, Anfragen per Internet und enttäuschte Fahrgäste vor Ort am Hafen in Langballigau dokumentieren dies. Es wird also Zeit, gemeinsam nach vorne zu schauen und aus der Vergangenheit zu lernen.

Unsere Nachbarn an der Ems haben uns erfolgreich vorgemacht, daß eine Fahrradfähre bzw. ein Ausflugschiff auf der Dollardroute zwischen Holland und Deutschland in gemeinsamer Anstrengung umsetzbar ist. Hier haben sich die Kommunen und Lokalpolitiker auf holländischer und deutscher Seite gemeinsam engagiert und einen Reeder gefunden, der vorerst für fünf Jahre den Betrieb mit finanzieller Unterstützung wieder aufbaut (siehe www.dollardroute.de).

Jetzt fragen wir Euch : Wie wollt Ihr uns und den zahlreichen Touristen erklären, so etwas geht nicht in Schleswig-Holstein ??  Oder wollt Ihr darauf warten, dass wir als Reederei es schon alleine machen ??  Wir haben unseren Beitrag für die Zukunft geleistet, jetzt dürft Ihr Euch gerne engagieren !!

Zur Transparenz für die Öffentlichkeit werden wir jede konstruktive Maßnahme auf der folgenden Seite "Erfolgte Hilfsmaßnahmen" verewigen…….